Soldier Palmer
DER SOLDIER PALMER
Ursprünglich eine sehr alte Forellenfliege (entstanden um 1800) für die schottischen Seen. Sie wurde von mir, auf Vorschlag von Ray Robinson, in ein befremdlich oder sogar monströs aussehendes Ding verwandelt. Aber keine Frage: es fängt Lachse.
Es kommen eigentlich nur zwei Hakengrßöen für den Soldier
Palmer in Betracht: 4 oder 6, auf Einzelhaken gebunden.
Materialien
Bindefaden: rot
Schwanz: hellrote Wolle
Körper: hellrote Wolle, gedubbed
Rippung: Kupferdraht
Hechel: Henne, hellbraun, Palmerstil.
Top Ten
Fliegen fuer Irland
Binden und Angeln
Unglaublich ulkig, ehrlich, ..... Ray Robinson und Dietrich Bohnhorst fischen
in der Wildnis Donegals und testen die Fliegen ..... Ich gebe 10 von 10 Punkten
.....diese DVD muss man haben .....grosse Unterhaltung fuer die ganze
Familie.
Roger Baker
Irish Angler, Magazin
114 minuten Fliegenbinden und Angeln. Dietrich Bohnhorst's unterhaltsame und praktische deutschsprachige Anleitung fuer jeden Angler.
Auf DVD fuer EURO 20
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Tel.: ++353-(0)74-97 36922
UNSCHLAGBAR!
FAIRY BROWN UND SOLDIER PALMER
Wo der Eanybeg in den Eanymore fließt haben die beiden Flüsse einen
kurzen, tiefen Pool ausgewaschen: eine Stelle die immer einen Versuch auf Lachs
oder Meerforelle wert ist.
Ich fischte die Strecke sehr gründlich ab, denn es zeigten sich einige
silberne Fische. Genau vor mir wälzte sich ein Lachs, ganz dicht am Ufer.
Die Schnur kürzer nehmen und sofort anbieten war eine automatische
Reaktion. Meine Fliegen, Shrimp Fly und Black Widow, trieben genau auf den
vermuteten Standort des Fisches zu. Wetter und Wasser waren ideal, nur die
Fische glaubten es nicht.
Zeigt sich was? Ich hob meinen Blick vom Wasser auf das andere Ufer, wo die
Frage herkam. Ein Mann in weißen Watstiefeln, Gummimantel und blauer
uralt Adidastasche (München 1972) über der Schulter stand da. Ein
etwa zwölfjähriges Mädchen daneben trug den Kescher. Beide
lächelten zu mir herüber.
Ja, antwortete ich, ab und zu sieht man schon was, nur beißen tun sie
nicht.
Der Mann fragte lächelnd ob ich etwas dagegen einzuwenden hätte,
daß er den Pool etwas weiter oben befischt.
Nicht das Geringste, rief ich hinüber und die beiden verschwanden hinter
ein paar Büschen. Ihre Anwesenheit wurde nur durch die Rutenspitze und die
Flugschnur verraten. Sie segelte durch die Luft und legte sich glatt aufs
Wasser nieder.
Ich wollte mich wieder auf meine Fischerei konzentrieren, da kam das
Mädchen mit dem Kescher um den Busch herum, tauchte das Netz ins ruhige
Wasser am Rand des Pools. Kurz danach sah ich die weißen Watstiefel den
Fluß herunterkommen. Die Rutenspitze durchgebogen drillte er eine gute
Meerforelle. Das Mädchen kescherte geschickt.
Beide lächelten zu mir herüber und verschwanden mit ihrer Beute
wieder hinter dem Gebüsch.
Es bot sich das gleiche Bild wie vorher: die Rutenspitze war zu sehen und die
Schnur, wie sie durch die Luft flog, aufsetzte und von der Strömung
herumgetrieben wurde. Dann war da ein kurzer Zupfer und ein Schwall. Diesmal
war es etwas Grßöeres.
Das Mädchen erschien wieder, tauchte den Kescher an der gleichen Stelle
ins ruhige Wasser und wartete auf den Fisch. Aber der zog flußauf, schlug
kräftig an der Oberfläche und war frei. Ein Lachs von etwa sechs
Pfund, schätzte ich. Sie nahm den Kescher aus dem Wasser, ging wieder hoch
zum Gebüsch, zeigte aber vorher noch ihr freundliches Lächeln und kam
sofort wieder zurück: dismal war es wieder eine Meerforelle.
Das gibt's doch gar nicht, der hat einen Fisch nach dem Anderen und ich stehe
hier nur rum und mache nichts als Stilübungen! Ich rief hinüber:
worauf beißen sie?
Auf eine Fliege! kam als Antwort.
Das sehe ich, aber auf welche? !
‘ne kleine Braune! die beiden verschwanden dann, lächelnd, hinter
dem Busch.
Eine Bachforelle und eine weitere Meerforelle kamen als nächstes.
Ich hatte die Nase voll und ging zur Brücke hinunter. Neillie, der
Gewässerwart, stand da und beobachtete die Sache, kennst du den? fragte
er, deutete auf einen schwarzen Kombi der am Straßenrand bei der
Brücke geparkt war.
Nein, ich brachte meinen Frust langsam unter Kontrolle, der fischt da oben
hinter dem Busch und fängt einen nach dem Anderen.
Neillie schüttelte erstaunt seinen Kopf, is' nich' wahr!
Es war aber wahr, weil das Mädchen gerade wieder den Kescher ins Wasser
tauchte.
Da muß ich hin, mal sehen, vielleicht hat der ja überhaupt keinen
Angelschein.
Von der Brücke aus sah ich Neillie am Ufer entlangeilen. Er erreichte Mann
und Mädchen als sie den gerade gefangenen Fisch wieder frei
ließen.
Das ist der fairste Angler den ich je gesehen habe, berichtete Niellie
später, der hat einen Lachs von bestimmt vier Pfund glatt wieder
zurückgesetzt, war ihm nicht groß genug.
Auf welche Fliege? wollte ich wissen.
Die macht er sich selber, hat er mir erzählt, aus irgendwelchen Sachen die
er im Haus findet; Teppichflusen, alte Pullover und so. Sah so'n bißchen
aus wie die Fairy Brown.
Fairy Brown! Das ist doch noch nicht mal ‘ne richtige Lachs-oder
Meerforellenfliege, dachte an meine mit soviel Aufwand und Rafinesse gebundenen
Kunstwerke.
Genau zwei Wochen später radelte ich wieder zum Eany hinunter. Der
schwarze Kombi stand schon da.
Heute werd ich's dem zeigen!
Er war diesmal allein und fischte natürlich seinen Platz hinter dem
Gebüsch. Also ging ich wieder auf der anderen Seite den Fluß
hinauf.
Beim ersten Wurf folgte ein guter Fisch meiner wunderbaren Shrimp Fly. Ein
großer Schwall brach zur Oberfläche, das war alles, keine
Berührung mit der Fliege.
Nach ein paar weiteren, vergeblichen Würfen, wechselte ich auf den Silver
Doctor, konnte den Fisch aber auch damit nicht mehr bewegen.
Tut sich was? Mr. Fairy Brown stand plötzlich neben mir.
Ein guter Fisch ist hier gerade nach meiner Fliege gegangen, hat aber nicht
genommen. Versuchen sie's doch mal, dann gehe ich etwas flußauf.
Ich kam nicht weit.
Hupp! rief er als seine Fliege genommen wurde. Und weil sein Kescher etwas zu
klein für so einen großen Fisch schien (obwohl er später
felsenfest behauptete damit Fünfzehnpfünder gelandet zu haben),
gaffte ich seinen Lachs. Und sah dieses rote Ding, diese rote Fliege im
Fischmaul, was ist das denn?!
Soldier Palmer, wieso?
Ich schluckte ein paar mal, wieder so ein Ding von dem du noch nie was
gehört hast, und so primitiv, das darf ja alles nicht wahr sein.
Lächelte tapfer, gratulierte dem Mann zu seinem Fang und schwor mir: ab
jetzt werden Soldier Palmer und Fairy Brown feste Bestandteile meines
Fliegensortiments; verachte bloß nicht die Unscheinbaren.
DEDICATION
1995 haben Dietrich Bohnhorst und Ray Robinson DEDICATION produziert. Der vierteilige Film, zeigt zwei passionierte Angler auf ihren verschiedenen, unterhaltsamen und aufregenden Expeditionen zu Land und zu Wasser im wilden Nord-Westen Irlands.
Nachdem DEDICATION vom französischen Sender AB-Sat gezeigt wurde und in
Nord-Amerika über ein Kabel Netzwerk lief, wurde er so etwas wie des
Anglers Kultfilm.
DEDICATION ist auf DVD erhältlich fuer EURO 20
oder bestellen Sie per Telefon
Tel.: ++353-(0)74-97 36922
DEDICATION ist ein Programm in englischer Sprache
DEDICATION ist kein Schulfilm, der Wie? oder Wo? In Bezug zum Angeln
beantwortet.
Es ist ein Stück Leben.