Bibio
DIE BIBIO
Diese Fliege ist eine von denen, oder vielleicht die nie ohne, wenn es darum geht Bachforellen in Irland zu fangen.
Auf die Rechnung der Bibio gehen ebenfalls unzählige Meerfrorellen und
Lachse. Ich habe gesehen, wie Ray Robinson auf eine 14er Bibio, im Eany River
drei Lachse in kürzester Zeit fing. Und einen 14 Pfünder im Owenea.
Die Bibio hat wieder zugeschlagen, war alles was er dazu zu sagen hatte.
William Hewetson, Angler aus Westport, soll sich rühmen duerfen die
Bibio erfunden zu haben. Irgendwann in den spaeten 1930ern.
Sie soll die Weißdornfliege imitieren, die nur im Frühling, wenn der Baum blüht, erscheint. Aber die Bibio fängt vom ersten bis zum letzten Tag der Saison.
Der fusselige Körper, aus Wolle oder Fell, kann durch Floss ersetzt,
schlank gemacht werden; eine Version die für uns besonders erfolgreich
war.
Die Bibio wird in vielen verschiedenen Hakengrßöen gebunden: von 8
bis 12 und 14, oder sogar 16, abhängig von Fisch und Wasser.
Materialien
Bindefaden: Schwarz
Anhängsel (optional): Silberfaden
Körper: Wolle oder Fell, gedubbed, oder Floss; 1/3 schwarz, 1/3 rot, 1/3
schwarz
Rippung: Silberfaden
Hechel: Henne, schwarz; Palmerstil.
Top Ten
Fliegen fuer Irland
Binden und Angeln
Unglaublich ulkig, ehrlich, ..... Ray Robinson und Dietrich Bohnhorst fischen
in der Wildnis Donegals und testen die Fliegen ..... Ich gebe 10 von 10 Punkten
.....diese DVD muss man haben .....grosse Unterhaltung fuer die ganze
Familie.
Roger Baker
Irish Angler, Magazin
114 minuten Fliegenbinden und Angeln. Dietrich Bohnhorst's unterhaltsame und
praktische deutschsprachige Anleitung fuer jeden Angler.
Auf DVD fuer EURO 20
oder bestellen Sie per Telefon
Tel.: ++353-(0)74-97 36922
PERFEKTE ORIENTIERUNG
Es waren einmal zwei Angler, nennen wir den einen Reimondo und den anderen
Bohnsdorfer. Die saßen, früh eines morgens, zusammen und studierten
eine Landkarte der weiteren Umgebung.
Hier, da wollte ich schon immer mal hingehen, sagte Reimondo und schielte
über die dicken Ränder seiner Lesebrille, da gibt es zwar nur den
einen See in dem ganzen Gebiet, aber der kann's wert sein.
Bohnsdorfer begann damit seine Brote für den Tag zu schmieren und warf
fröhlich ein, ich bin mit allem einverstanden, solange da ein Fisch zu
fangen ist, meinetwegen auch zwei.
Reimondo packte seine Lesebrille in ein zerdelltes Blechetui und stopfte es in
die Hosentasche, die Karte zeigt, daß ein ziemlich großer
Fluß aus dem See kommt, meistens ein Anzeichen, daß da Fisch drin
ist.
Während der etwa einstündigen Fahrt wurden die Straßen
ständig kleiner und enger, die Schlaglöcher grßöer und
tiefer. Endlich fanden sie sich auf einem einsamen Weg, grasbewachsen in der
Mitte, ausgewaschene Fahrbahnen an den Rändern. Ein zerklüfteter Berg
zur Rechten, im felsigen Tal links floß ein kleiner Bach in seinem
steinigen, unbequemen Bett.
Reimondo hielt das Auto an, holte die Landkarte aus dem Handschuhfach,
bewaffnete seine Augen mit der Lesebrille, guck mal, wir sind jetzt hier, wo
die Straße über den Bach geht, der dann hier in den Fluß
mündet. Er brachte die Karte dichter an Augen und Gläser heran, wir
sollten bis hier hin fahren und dann von da aus, sein Zeigefinger folgte
Konturlinien auf dem Papier, direkt über den Berg; scheint am einfachsten
zu sein.
So fuhren sie weiter und kamen auf einen noch kleineren Weg, der unten im Tal
über den Bach ging und dann an einem Bauernhof mit Schuppen und
Ställen endete.
Reimondo parkte sein Auto weit oberhalb der engen, gelaenderlosen Brücke
an einem Gatter.
Eventuell können wir ein bißchen dichter ranfahren? Erkundigte sich
Bohnsdorfer.
Du hast doch nicht etwa Angst vor einem kleinen Spaziergang!
Wenn der See irgendwo da hinten, hinter dem Berg ist, dann ist es doch
irgendwie normal, da unten bei dem Bauernhof zu parken.
Okay, mal sehen ob sich was findet, Reimondo lenkte das Auto vorsichtig den Weg
hinunter, sie rollten über die enge Steinbrücke, fanden einen Platz
nicht weit vom Farmhaus entfernt, gerade groß genug den Wagen zu parken.
Als sie ihre Leggings und Wachsjacken angezogen hatten, kam der Farmer aus
seinem Stall. Eine Schubkarre mit dampfendem Mist schob er vor sich her.
Hallo, gruesste Reimondo, haben sie etwas dagegen daß wir unser Auto hier
stehen lassen? Wir haben naemlich die verrückte Idee da über den Berg
zu gehen und den See dahinter zu befischen, dabei zeigte er vage auf einen
Hügel der hinter dem Haus aufragte.
Aber klar doch, war die Antwort des Bauern, ‘türlich könnt ihr
das Auto da stehen lassen.
Klasse! Mir hätte es ja nichts ausgemacht das Auto vor der Brücke
stehen zu lassen, aber dieser Mann hier, dabei schaute Reimondo Bohnsdorfer an,
hat Angst vor einem kleinen Spaziergang.
Klar doch, nickte der Farmer, bevor Bohnsdorfer zu seiner Verteidigung ansetzen
konnte: das letzte mal als ich mit ihm einen "entlegenen" Bergsee befischen
wollte, sind wir drei Stunden lang gelatscht, nur um dann festzustellen,
daß von der anderen Seite her eine Straße hochführt.
Klar doch, sagte der inzwischen etwas verunsicherte Farmer wieder und Reimondo
sagte zu Bohnsdorfer mit breitem Grinsen, hast du den kleinen Ausflug etwa
nicht genossen?
Hier lächelte der Farmer kurz und deutete auf einen imaginären Platz
in den Bergen, zu meinem See, da braucht ihr jedenfalls keine drei Stunden zu
laufen.
Was ist denn der einfachste Weg hinzukommen? Wollte Reimondo wissen.
Der kürzeste Weg ist da rüber, klar doch, und der Farmer deutete
wieder in seine Richtung.
Moment mal, verlangt jetzt Reimondo, ich denke der See ist da drüben, und
deutet wieder auf den Berg hinter dem Farmhaus.
Da drüben, des Farmers Augen folgen Reimondo's Zeigefinger, da drüben
kommt ihr irgendwann zum Lough Belshade, klar doch, aber das ist ein weiter
Weg, weiter als drei Stunden.
Hm, Reimondo holt die Landkarte aus einer Tasche der Wachsjacke, fummelt das
Brillenetui aus der Hosentasche, sehen sie, das Papier wird auf der Motorhaube
ausgebreitet, hier ist sogar ihr Weg eingezeichnet, hier ist der Bach. Und der
See ist dann da drüben, genau hinter dem Hügel.
Der See ist da drüben, der Farmer hebt die Hand mit dem ausgestreckten
Zeigefinger, ihr braucht doch nur dem Fluß hochzufolgen.
Das stimmt, bestätigt Reimondo schnell, nimmt seine Lesehilfe ab und
folgt, soweit sichtbar, mit Expertenblick dem Fluß hinauf. Dann schiebt
er die Brille wieder auf die Nase, studiert nochmal die Karte, sehen sie, der
Fluß fließt hier um die Kurve, darum ist der See eigentlich da,
schauen sie doch selbst.
Klar doch, aber nu, ohne meine Brille kann ich ja nichts lesen.
Hier ist meine .
Also bringt unser Farmer Reimondo's Gläser vor seine Augen und sieht sich
etwas hilflos, die Karte an. Dann schaut er hoch, zu den Bergen und wieder auf
die Karte und sagt: ich gehe immer da lang, über den Fluß und dann
immer dran lang, bis zum See, dabei schaut er leicht verwirrt in Reimondo's
Augen. Er gibt dann die Brille zurück, zeigt in seine Richtung und sagt
nochmal unsicher: ich gehe jedenfalls immer da hoch.
Unsere beiden Fischer bedanken sich bei dem Mann, schnappen ihre Angeln und
gehen los; der Farmer beobachtet sie eine ganze Zeit lang (dabei kratzt er sich
ein paar mal am Hinterkopf), bevor er die Griffe seiner Schubkarre packt und
das Ding auf ein Feld rädert.
Reimondo und Bohnsdorfer machen auf halbem Berg eine Pause. Farmhaus, Schuppen
und Stallungen sind als kleine Punkte im Tal sichtbar.
Komisch, sagt Bohnsdorfer, daß er glaubt der See ist da
drüben.
Na ja, erklärt Reimondo überlegen, er folgt eben immer dem
Fluß. Wir gehen aber den geraden Weg, direkt über den Berg.
Und am Anfang war er so überzeugt Recht zu haben.
Ungefähr zu der Zeit als die Angler ihren Marsch fortsetzen, entscheidet
sich der Farmer zu einer Pause. Er geht ins Haus wo seine fürsorgliche
Frau gerade den Tee zubereitet. Er ißt schneller als sonst und hilft
sogar beim Abräumen des Tisches; um Platz für die Landkarte zu
schaffen die er aus der Schrankschublade holt.
Wir sind jetzt hier, Reimondo hat seine Karte im Gras ausgebreitet. Einen
Marschkompass hält er in der Rechten, wir müssen nur genau geradeaus
gehen. Wenn wir uns dann etwas rechts halten, mßüten wir gleich an
den Fluß kommen.
Des Farmers Frau hat nun mittlerweile ihre Brille auf der Nase zurecht
gerückt und sagt gerade zu ihrem Mann: nein, das ist doch hier, ihr
Zeigefinger wandert dabei studierend auf der Karte entlang.
Der Farmer tippt mit dem angekauten Mundstück seiner Pfeife auf das Papier
und fragt fordernd: aber wo sind wir denn dann?
Nun, sagt sie, das hier muß doch der Fluß sein.
Laß mich nochmal gucken, verlangt er.
Unsere beiden Angler sind ein gutes Stück in den Bergen vorangekommen und
ein leichter Zweifel scheint in Bohnsdorfer's Stimme zu liegen wenn er sagt:
eventuell hatte der Farmer doch recht.
Nie im Leben, lacht Reimondo, deutet auf den kleinen Hügel vor ihnen, der
See muß genau dahinter liegen.
Nochmal, zu welchem See wollten die gehen? Die Frau des Farmers hat den
Teekessel wieder auf dem Herd und schält die Kartoffeln fürs
Abendessen.
Klar doch, die hatten Angelruten und so dabei, sagt er nur verloren.
Nur noch über die Anhöhe da rüber, Reimondo deutet mit der
Rutenspitze auf den nächsten Hügel. Daß gerade die Sonne
dahinter verschwindet ist eher nebensächlich.
Der Farmer, inzwischen mit dem Fahrrad auf dem Weg zum Pub, die Landkarte und
eine alte Brille seiner Frau in der Jackentasche, hofft bei einem Pint das
Enigma um die Lage seines Sees loesen zu koennen.
Unsere beiden Helden sind nicht mehr sichtbar, da es dunkel geworden ist,
lediglich ihre Stimmen lassen sich noch vernehmen, so sagt Bohnsdorfer gerade:
bist du sicher daß wir hier nicht im Kreis rumlaufen? Vielleicht hatte
der Mann da unten ja doch recht.
Nie und nimmer, kann überhaupt nicht mehr weit sein, beharrt Reimondo, und
wenn sie keinen See gefunden haben, dann wandern sie immer noch.
DEDICATION
1995 haben Dietrich Bohnhorst und Ray Robinson DEDICATION produziert. Der vierteilige Film, zeigt zwei passionierte Angler auf ihren verschiedenen, unterhaltsamen und aufregenden Expeditionen zu Land und zu Wasser im wilden Nord-Westen Irlands.
Nachdem DEDICATION vom französischen Sender AB-Sat gezeigt wurde und in
Nord-Amerika über ein Kabel Netzwerk lief, wurde er so etwas wie des
Anglers Kultfilm.
DEDICATION ist auf DVD erhältlich fuer EURO 20
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DEDICATION ist ein Programm in englischer Sprache
DEDICATION ist kein Schulfilm, der Wie? oder Wo? In Bezug zum Angeln
beantwortet.
Es ist ein Stück Leben.