Butcher
DER BUTCHER
Mr. Moon aus dem englischen Tunbridge Wells, Schlachter von Beruf, hat diese
Fliege ursprünglich gebunden, irgendwann so um 1830.
Zuerst wurde sie Moon's Fliege genannt. Der Name Butcher (Schlachter) kam erst
später auf und bezieht sich auf Mr. Moon's Beruf, nicht auf die
Eigenschaften seiner Fliege.
Wie dem auch sei, es ist eine der tödlichsten Fliegen die Sie Forelle oder
Meerforelle vorsetzen können. Lachs, Barsch, Äsche, Döbel,
Zander, der Butcher scheint für alles überall gut zu sein,
repräsentiert nichts im Besonderen und ist immer einen Versuch wert. Tief
und langsam gefischt, ist die Fliege hervorragend dazu geeignet, früh in
der Saison Bachforellen zu fangen, wenn sie als Fischchen oder Käfer
genommen wird.
Über die Jahre sind viele Variationen entwickelt worden; da ist der Bloody
Butcher, mit roter Hechel; der Kanarien Butcher mit gelber Hechel, einen
Irischen Butcher gibt es natürlich auch und noch eine Menge anderer.
Hakengrßöen können stark variieren, je nachdem welche Fischart
Sie fangen möchten: 4 oder 6, bis hinunter zu 12 oder 14 für
Forelle.
Materialien
Bindefaden: schwarz
Schwanz: ein paar zusammenhängende Fibern einer roten oder rot
gefärbten Feder
Körper: Flachsilber
Rippung: Silberfaden
Hechel: Henne, schwarz, zwei bis drei Windungen
Flügel: Krähenfedersegmente, oder aus einem Satz blauschimmernder
Entenflügelfedern.
Top Ten
Fliegen fuer Irland
Binden und Angeln
Unglaublich ulkig, ehrlich, ..... Ray Robinson und Dietrich Bohnhorst fischen
in der Wildnis Donegals und testen die Fliegen ..... Ich gebe 10 von 10 Punkten
.....diese DVD muss man haben .....grosse Unterhaltung fuer die ganze
Familie.
Roger Baker
Irish Angler, Magazin
114 minuten Fliegenbinden und Angeln. Dietrich Bohnhorst's unterhaltsame und
praktische deutschsprachige Anleitung fuer jeden Angler.
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WINKENDE ARME
Meine Fliegenfischerei startete 1974 an der Weser, etwa dort wo das
Weserbergland in die Norddeutsche Tiefebene übergeht. Ich angelte damals
bereits seit zwölf Jahren, las selbstverständlich Zeitschriften und
Bücher zum Thema. Die Hohe Schule des Angelns, so wurde das Fliegenfischen
in diesen Publikationen oft tituliert. Mein Ehrgeiz ein solches Gerät zu
besitzen und zu meistern war geweckt.
Im Katalog eines (natürlich) englischen Herstellers fand ich eine
Gespließte, dreiteilig mit zwei Spitzen, für 24DM. Berni, der
Gerätehändler am Ort, bestellte das Ding, zusammen mit einer Rolle,
langsam sinkender Parallelschnur sowie einem Fliegensortiment. Das Ganze kam
auf 54DM; gerade noch erschwinglich.
Es war mir niemand bekannt, der schon einmal eine Fliegenrute in der Hand
gehalten hatte, selbst Berni, der fast jeden Angler der Gegend zu seinen Kunden
zählen konnte, war nicht in der Lage mir einen Lehrer zu vermitteln: er
kannte auch niemanden der mit der Fliege fischte.
Also wieder zurück zur Theorie. Nachdem alles verfügbare Material
nochmals gelesen war, gab es zum normalen Fliegenwurf mit allen seinen Phasen
keine Fragen mehr: die Zeichnungen und Fotos waren anschaulich genug, das sah
alles einfach aus.
Für die ersten Wurfvesuche erschien mir der letzte Buhnenkopf, hinter dem
Wasserkraftwerk bei Schlüsselburg an der Weser, als besonders geeignet.
Hauptsächlich weil die Wahrscheinlichkeit dort von jemandem gesehen zu
werden, so abwegig wie der Ort selbst war.
Mein Fliegensortiment bestand aus zwölf Dingern. Haken mit bunten Federn
und Wolle dran. Ich wählte ein Silbernes mit rot und schwarz aus
(später erfuhr ich daß es sich dabei um einen Butcher handelte).
Nachdem die Fliege angeknotet war, stellte ich mich auf die Mitte des
Buhnenkopfes, sodaß vor, wie auch hinter mir Wasser war und begann zu
peitschen. Irgendwann landete die Fliege vor mir im Wasser und wurde sofort von
einem Barsch genommen. Der erste Wurf mit der neuen Angel und gleich ein Fisch,
das ist ja eine Wundermethode, viel besser als Blinkern. Nach ein paar weiteren
Würfen, war das Wasser um mich herum so aufgewirbelt, daß sich dort
sicher kein Fisch mehr aufhielt.
Theoretisch war ja das Werfen nichts Fremdes mehr: Rückschwung, Stop,
Timing, Vorschwung. Keine unbekannten Begriffe. Aber es funktionierte einfach
nicht. Die Zeichnungen und Beschreibungen gingen immer davon aus, daß
irgendwann während einer Wurfphase, die Schnur völlig gestreckt und
gerade ist. Bei mir war aber immer Alles in einer ständigen Kreisbewegung.
Das Aufsetzen war immer unzufriedenstellend. Zuerst klatschte der Schnurbauch
aufs Wasser, dann fiel das bißchen Schnur, das ich in die Luft gebracht
hatte, vor meine Füsse. Es machte mich fast rasend, war ich doch
überzeugt, daß jeder halbwegs gelungene Wurf mit diesem Wunderding
am Ende der Schnur, einen Fisch bringen würde.
Jupp und Erwin, die mittlerweile auf der anderen Weserseite ihre Hocker
aufgestellt hatten und auf Rotfedern stippten, wurden von mir gar nicht
bemerkt. Ich war zu sehr mit meinen Wurfversuchen beschäftigt.
Am nächsten Tag, in Bernis Angelladen, fragte mich dann Jupp: warum hast
du denn andauernd gewunken?
Ich, gewunken, wieso?
Na ja, du hattest dauernd den Arm oben und hast gewunken, wir dachten schon
dich hats erwischt.
Also erklärte ich Jupp was mir über die Fliegenfischerei bekannt war,
was nicht lange dauerte. Dabei musste ich feststellen, daß der Kollege
nicht ganz sicher war, ob er glauben sollte was ihm da erzählt wurde, ob
ihm jemand einen Bären aufbinden wollte, oder ob tatsächlich bei mir
was ausgerastet war.
Blödmann, sagte Jupp dann überzeugt, Fische fangen mit bunter Wolle
und Federn, wenn jedes Kind weiß daß sie am besten auf Maden
beißen.
DEDICATION
1995 haben Dietrich Bohnhorst und Ray Robinson DEDICATION produziert. Der vierteilige Film, zeigt zwei passionierte Angler auf ihren verschiedenen, unterhaltsamen und aufregenden Expeditionen zu Land und zu Wasser im wilden Nord-Westen Irlands.
Nachdem DEDICATION vom französischen Sender AB-Sat gezeigt wurde und in
Nord-Amerika über ein Kabel Netzwerk lief, wurde er so etwas wie des
Anglers Kultfilm.
DEDICATION ist auf DVD erhältlich fuer EURO 20
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DEDICATION ist ein Programm in englischer Sprache
DEDICATION ist kein Schulfilm, der Wie? oder Wo? In Bezug zum Angeln
beantwortet.
Es ist ein Stück Leben.