Die Fliegen / Die Shrimp Fly
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Donnerstag, 02.04.2020

Top Ten Fliegen für Irland

Fliegenbinden und Fliegenfischen auf Irisch

Die Shrimp Fly

Shrimp Flies oder Krabben-Fliegen wurden zuerst um 1930 herum gebunden. Eines der beliebtesten Muster ist die Curry's Red Shrimp, von Pat Curry aus dem nordirischen Colraine.

Mittlerweile gibt es davon fast so viele Varianten wie es Fliegenbinder gibt; und keine Frage: für die kleinen und mittelgroßen Flüsse des Nordwesten ist die Shrimp Fly sehr effektiv.  Jedes Jahr werden zahllose Lachse mit ihr gefangen.

Details


Populär sind Hakengrößen 8 bis 14, auf Einzel-Zwillings- oder Drillingshaken gebunden.

Materialien
Bindefaden: Schwarz
Anhängsel: Silberfaden
Körper: halb Flachsilber und halb Floss, Schwarz
Rippung: Silberfaden
Mittelhechel: rote Flankenfeder vom Goldfasan, eine Windung; optional: ein paar Fasern pearl Flashabou oder Crinkle-flash
Kopfhechel: Henne, je eine rot und grizzly, jeweils eine Windung
Flügel(optional): Jungle Cock.




Angeln und Fliegenbinden; die Shrimpfly


Ankern auf Lachs

Bei Niedrigwasser werden kleine Fliegen, in Größen 12 bis 14 oder sogar 16 benutzt um in unseren Spate Rivers Lachse zu fangen.
Steigen die Wasserstände-und Geschwindigkeiten, sind diese kleinen Fliegen schlecht zu fischen: sie gehen meistens nicht tief genug, treiben zu schnell herum und werden so von den Fischen nicht wahrgenommen.

Was Ray nun wiederholt beobachtet hatte und mir umgehend mitteilte war folgendes: wenn wir bei hohem Wasser fischen, kommen neugierige Lachse unseren Shrimp Flies, Soldier Palmers, Silver Doctors, oder was immer wir fischen, oft nur nahe, sehen sich die Dinger an ohne zu nehmen. Sie kommen kurz, sagen wir dann. 
Nun erklärte mir Ray seine neue Theorie: also, die Anker (so nennt er generell alles was nicht auf Einzelhaken gebunden ist) schauen sie sich nur an, und immer aus der gleichen Entfernung, sie kommen bis auf etwa 18 Zoll an die Fliege heran. Genau soweit hinter dem Anker muss also eine zweite, kleinere Fliege montiert werden. Wenn die Lachse jetzt hoch kommen um sich den Anker anzugucken, baumelt die kleine Fliege genau vor ihrer Nase herum und sie werden ärgerlich danach schnappen.
Ich schaute Ray ungläubig an und schaffte es mit Mühe ein schallendes Gelächter zu unterdrücken.

Er folgte dann konsequent seiner Theorie und band ein dementsprechendes Vorfach: als Springer nahm er eine Shrimp Fly auf zehner Doppelhaken gebunden; 18 Zoll dahinter kam eine vierzehner Bibio, nach weiteren anderthalb Armlängen folgte ein achter Soldier Palmer, auf Einzelhaken, als Strecker.
Nun muss doch jeder Fisch der sich den Anker anguckt die Bibio genau vor dem Maul haben, erklärte Ray als er den ersten Wurf mit dieser Kombination machte.
Diesmal konnte ich mir das Lachen leider nicht verkneifen.

Bei diesem ersten Versuch mit der 18 Zoll Methode fing mein einfallsreicher Freund drei Lachse zwischen 4 und 6 Pfund. Alle nahmen die 14er Bibio, obwohl nach Expertenurteil das Wasser eigentlich viel zu hoch war, für so kleine Fliegen.
Die schwere Shrimp Fly hat offensichtlich die Bibio stabilisiert, in die richtige Tiefe gebracht und Lachse gereizt.

An dem ersten 18 Zoll Tag habe ich für einige Zeit meinen Humor verloren, konnte ich doch auf meine großen Fliegen am herkömmlich gebundenen Vorfach einfach keinen Fisch fangen: sie kamen nämlich alle kurz.

 

 


Ray’s “Banana Salmon” and Otmar’s first Salmon of the Season