Die Fliegen / Salty Fly
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Samstag, 18.01.2020

Top Ten Fliegen für Irland

Die Freuden des Fliegenfischens auf DVD

Die Salty Fly

Im Sommer von den Felsen aus Pollack und Makrele zu fangen macht großen Spaß, besonders mit der Fliegenrute. Die Fische sind nicht besonders wählerisch. Alles mit Silber und etwas rot funktioniert.

Die Haken sollten rostfrei oder verzinkt sein, in den Größen 2 bis 4. Die Salty Fly ist leicht zu binden, leicht zu werfen und fängt gut.

 

 

Details


Es ist ein ganz besonderes Abenteuer Makrelen oder Pollacks auf den Streamer zu fangen.  Vergessen Sie aber nicht die Salzwasserreste nach jedem Angeln vom Gerät abzuspülen.

Materialien
Bindefaden: monofile Angelschnur, 0,30mm
Schwanz: 1. zwei oder drei Stränge Flachsilber
2. dreißig bis vierzig Fasern Flashabou oder Crinkle-Flash, perlfarben
3. zehn bis fünfzehn Fasern Flashabou oder Crinkle-Flash, Schwarz
Alle Segmente in etwa Hakenlänge
Körper: Flachsilber
Rippung: monofile Angelschnur, 0,40mm
Der Kopfknoten wird mit rotem Lack abgeschlossen.




Fly fishing for Pollack and Mackerel


El Pakie

Obwohl er einen Lachs gefangen hatte, war der Höhepunkt des Tages etwas Anderes: da war dieser Typ, erzählte er am Abend seinem Gastgeber, dem Besitzer des Bed and Breakfast-Hauses, das muss ein Pakistani oder so gewesen sein. Der hatte diesen komischen Hut auf, dunklen Bart und dunkle Haut, na ja, jedenfalls fischte er die linke Seite unterhalb der Brücke am Fußballplatz.
Der Besitzer hörte sich schmunzelnd die Geschichte seines Gastes an.

Später, im Pub, traf er zufällig den Schatzmeister des Angelvereins. Sag mal, fragte er den, weißt du ob da irgendwelche Pakistanis im Fluss angeln?
Pakistanis, wieso?
Na ja, ich habe da für ein paar Nächte diesen Nordiren als Gast, weißt du, und der hat heute gesehen wie jemand einen richtig großen Lachs dran hatte. Auf die Fliege, der Fisch war schon ziemlich müde gedrillt, verstehst du, war fast fertig zum Keschern.

Nachdem der Schatzmeister die ganze Geschichte zu Ende gehört hatte, erklärte er, dass nach seinem Wissen keine Pakistanis am Fluss angelten, trank noch zwei Bier und ging heim.
Am nächsten Tag angelte er selber und traf am Wasser einen Kollegen mit dem er ein ausgiebiges Gespräch führte, wie das nun mal so unter Anglern üblich ist: ...und dieser Kerl, der hatte den Riesenlachs schon über dem Netz, da reißt die Schnur. Der Typ schmeißt dann Rute und Kescher auf den Boden, springt wütend drauf rum und flucht und schimpft lauthals in dieser komischen Sprache. Dieser Pakistani, oder was immer er war, der hat wohl nicht damit gerechnet dass ihn jemand beobachtet.
Der Angelkollege war sehr amüsiert über diese Geschichte, fischte bis zum Abend, dann beschloss er einem befreundeten Angler deutscher Herkunft, mit Namen Rüdiger, einen Besuch abzustatten.

Natürlich erzählte er Rüdi die Geschichte von dem mysteriösen Angler: der konnte wohl einfach das Netz nicht richtig unter den Fisch bekommen (hier rückte Rüdi seine grüne Mütze mit den langen Ohrwärmern etwas zurecht), dann hat er den Riesenlachs praktisch über dem Kescher verloren (Rüdi kratzte sich jetzt den schwarzen Vollbart), hat der also alles auf den Boden geschmissen und ist drauf rumgetanzt und hat lauthals in dieser fremden Sprache geflucht, wie ‘n Pakistani.
Rüdi begann zu lächeln, die Augen blitzten in seinem wettergegerbten Gesicht: ab heute könnt ihr mich El Pakie nennen.


Pike fishing on Lough Gowna, County Cavan, Ireland