Die Fliegen / Die Masquerade
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Donnerstag, 05.12.2019

Top Ten Fliegen für Irland

Fliegenbinden und Angeln in Irland

Die Masquerade

Am Ende einer Fliegenbindesitzung im Juli 1995 fanden sich verschiedene Reste auf dem Tisch, die mich zu einer Fliege inspirierten.
Der nächste Tag brachte eine Flut im Eany River und die neue Fliege bescherte mir drei Lachse in drei Stunden. Natürlich ging ich danach heim und band mehr Fliegen.

Etliche meiner Freunde und Bekannten fischen jetzt regelmäßig mit der Masquerade und fangen eine Menge Lachse damit.

Details


 

Die Fliege wird auf Lachshaken in Größen 8 bis 14 gebunden.

Materialien
Bindefaden: Schwarz
Anhängsel: Goldfaden
Körper: ½ Flachgold; ½ Wolle oder Floss in rot oder leuchtend orange
Rippung: Goldfaden
Mittelhechel: Goldfasan, rote Flankenfeder, nur eine Windung; optional: Flashabou oder Crinkle-Flash, Schwarz, nur einige Fasern
Kopfhecheln: Henne, eine Schwarz und eine grizzly; jeweils nur eine Windung
Flügel (optional): Jungle Cock.




Fishing and tying the Masquerade


Magenverstimmung

Fritz, ein wohlbekannter Angler in der Region, sowie seine Frau Ulrike, waren mit drei Tagen Verspätung bei mir eingetroffen. Ich hatte kein Telefon und kein Auto, also war die Kommunikation ein Problem. Aber als die beiden schließlich kamen, werkelte ich im Garten herum und wir waren froh uns zu sehen, obwohl ich Fritz einen leichten Vorwurf machen musste: da war tolles Wasser im Fluss, die letzten paar Tage.
Ich weiß, ich weiß, war Fritz' unzufriedene Erwiderung, aber ich habe die letzten drei Tage mehr oder weniger im Bett verbracht. Wir haben ein grandioses Essen aus Muscheln, Austern, Langustinen und Krabben gehabt, da muss ich mich wohl etwas übernommen haben. Vielleicht war’s auch eine der Muscheln. Mir ging’s jedenfalls richtig schlecht.
Das ist schade, denn im Eany haben wir gut gefangen.
Da ist immer noch genug Wasser drin, sagte Fritz als wir in meine Porch gingen, ich dachte wir könnten mal zum Fluss runterfahren, da ein Picknick machen und dann noch ein bisschen angeln.
Tolle Idee, sagte ich fröhlich, dann kann ich schon mal meine Sachen in euer Auto packen.
Gut, und ich brauche etwas Wasser, muss meine Magentablette nehmen. Ist immer noch etwas sensibel, Fritz nahm seine Brille ab, legte sie auf den Tisch in der Porch und fummelte in seinen Hosentaschen nach den Tabletten.

Ulrike, freundlich wie immer, half mir, meine Angelsachen zum Auto zu tragen. Auf dem Weg zurück zum Haus hörten wir Fritz ihren Namen schreien, zwei mal. Dann erschien er in der offenen Porchtür: Mensch Ulrike, ich hab' aus Versehen ‘ne Schlaftablette genommen!
Geh' in die Toilette, steck den Finger in den Hals und spuck's aus, war Ulrikes praktischer Rat, den der Mann prompt befolgte.
Kurz darauf hörten wir einen weiteren Schrei vom Fritz, abgedämpft diesmal, von der verschlossenen Badezimmertür.
Er kam dann etwas bleich wieder zurück in die Porch, und berichtete: die Pille ist nicht rausgekommen, aber dafür mein Gebiss. Ich konnte es gerade noch vor dem Abflußknie packen. Mann oh Mann.
(Nun bin ich bekannt dafür dass ich keine Chemikalien zur Toilettenreinigung benutze; so rief jeder der die Geschichte hörte in fröhlichem Horror: in SEINE Toilette!?)
Ulrike sagte nur zwei mal kurz hintereinander seinen Namen.
Der nächste Platz, an dem Fritz zu sehen war, ist am Eany, er lag da auf einer Wiese, direkt am Fluss und schlief.


Ein toller Angeltag in Donegal, Irland