Die Fliegen / Die Black & Peacock
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Samstag, 18.01.2020

Top Ten Fliegen für Irland

Die Freuden des Fliegenfischen auf DVD

Die Black and Peacock

Keine Fliegenkollektion für Irlands Bachforellen kann als komplett angesehen werden, wenn ein Muster mit Pfauenfedern gemacht fehlt. Eine der Besten und einfachsten in dieser Kategorie ist die Black and Peacock.
In den Flüssen der Norddeutsche Tiefebene habe ich damit eine Menge Döbel, Alande und Häslinge gefangen.  Wer diese Arten in seinem Geässer hat, sollte die Black & Peackock mal anknoten.

 

Details


Tom Ivens entwickelte die Fliege (die eigentlich eine Nymphe ist) um ca. 1940 als Imitation schwarzer Schnecken in den englischen Stauseen.
Hakengrößen von 10 bis 14 sind perfekt.

Materialien
Bindefaden: Schwarz
Körper: Pfauenfederfibern, gewunden
Rippung: Bindefaden, dient nur zur Verstärkung, hat keinen optischen Effekt
Hechel: Henne, schwarz; Fibern etwas länger als Haken


Ein Bleiunterkörper transformiert die Black and Peacock in eine erstklassige Nymphe; sehr erfolgreich in unseren Forellenbächen.




Der Black and Peacock Spider


Keine Zeit

Es war ein Donnerstag Abend, traditionell ruhig in irischen Dorfkneipen.
Ich saß ausgesprochen zufrieden mit meiner Welt, ein Pint vor mir, an der Theke und schwatzte mit dem Wirt.
Es war fast wie eine Sensation, dass sich die Tür öffnete und ein weiterer Gast eintrat, und dann auch noch ein Fremder.
Der Mann bestellte ein Bier. Sprache sowie Dialekt sagten uns sofort: der kommt aus Mayo.

Sind sie in Urlaub? Fragte der Wirt als er das Pint zapfte.
Nein, nein, antwortete der Fremde schnell, ich arbeite hier an der neuen Umgehungsstraße, seit letzten Montag.
Um auch etwas zu sagen fragte ich, und sie selbst kommen aus Mayo?
Westport, nickte der Mann, zahlte und trank von seinem Bier.
Wie ist denn das Angeln da unten? Kam ich zur Sache.
Klasse, ehrlich, sehr gutes Meeresangeln; Lough Mask gleich um die Ecke und Lough Carra; auch nicht weit vom Moy weg. Ist schon gut. Wie ist denn der Fluss hier unten im Tal an der Hauptstraße? Fragte er zurück.
Ist zu gewissen Zeiten sehr gut. Wenn das Wasser stimmt immer einen Versuch wert, erklärte ich und nickte mit dem Kopf.
Ich habe gehört dass es oben bei den Windmühlen einen See mit guten Forellen geben soll, der Fremde wurde lebhaft und das Gespräch kam in Bewegung.
Oh, das kann manchmal phantastisch sein, hat aber in der letzten Zeit nicht so gut gefischt, wusste ich zu berichten.
Und wenn du hier rechts an der Kreuzung abbiegst, da sind dann nach ein paar Kilometern zwei Seen, liegen ziemlich dicht beieinander, natürlich wusste ich welche Wasser er da beschrieb: Lough Naman Finn und Lough Tamur, wenn du da am richtigen Tag hingehst kannst du wirklich Spaß haben. Aber die Fische sind nicht besonders groß.
Du scheinst viel zu angeln.
Er lebt es, warf der Wirt ein.
Ich hatte in den letzten zwei Jahren überhaupt keine Zeit, klagte der Mann aus Mayo.
Das kann ja nicht stimmen, sagte ich überrascht, während der letzten zwei Jahre hattest du genauso viel Zeit wie ich.
Hier gab es eine längere Pause. Das Gesicht des Mayomannes rötete sich leicht, der Wirt zündete sich eine Zigarette an, ich lehrte mein Glas.
Ich muss dann weiter, waren die nächsten gesprochenen Worte und der Fremde ging ohne sein Pint ganz auszutrinken.
Der Wirt zapfte mir ein neues Bier, sieht so aus als hätte der Mann seine Prioritäten nicht in Ordnung.
Genau, sagte ich nur.